Berührende Worte zum Snowflakes Sampler. Kostenloser Download ab 24.12.2012

Wir sind mit "Am Meer" auf dem liebevoll gestalteten Snowflakes Sampler vertreten, neben anderen wunderbaren KünstlerInnen zum Entdecken! Wir sagen lieb DANKE! Präsentiert wird der Sampler vom Dark Feather Magazin, dem Spontis-Blog, der Kreuzmühle im Harz sowie der Blauen Stunde aus Leipzig (s. Ausgabe 19 Dark Feather). Die Fanfacebookseite findet ihr HIER. Ab dem 24.12.2012 zum kostenlosen Download

 

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Und was ich mit dem Sampler zu tun habe, das habe ich heute am 3. Dezember erst erfahren in folgenden mich sehr brührenden Worten des Machers Axel Meßinger, die er gerade eben auf der Facebookseite des Samplers mit ein paar Links zu uns postete. Danke Axel. Ich war sprachlos :0)

"Nun, was schreibe ich, was ihr unter den oben genannten Links nicht erfahren könnt? Nun, ich fange provokant an: Nadine Maria Schmidt ist im Besonderen absolut uncool! Das sagt die Leipziger Singer/Songwriterin zumindest von sich selbst in Interviews. Warum? In Zeiten wo es „cool“ ist an sich zu denken, kalt und hart zu sein, den Ellenbogen rauszuhalten und andere im ständigen Wettlauf um Status und Geld zu überholen – in diesen Zeiten sollte man dazu stehen „uncool“ zu sein und genau daraus eine Stärke, eine Besonderheit zu machen. Nadine Maria Schmidt ist ein wirkliches Phänomen. Hört man sich ihre Musik an, ist man gebannt. Gebannt von Ihrer Stimme, gebannt von ihren Texten, gebannt von der Instrumentierung ihrer Band „Frühmorgens am Meer“. Doch das sind Dinge, da kann man auch bei anderen Bands gebannt sein. Bei Nadine kommt noch etwas ganz anderes hinzu: die Authentizität. Nadine singt nicht einfach nur, sie zwingt den Hörer mit ihrer eindringlichen Stimme geradezu zuzuhören. Alles andere zu vergessen.

Im Grunde genommen verdanke ich, ohne das Nadine es weiß (bis jetzt), ihr die Idee für den Snowflakes-Sampler. Ihr wisst, in diesem Sampler stehen Gefühle in Vordergrund. Und Nadines Musik – damals noch unter „Nylonsaiten und Saitenstrümpfe“ und auf englisch – hat mich Anfang 2011 so in den Bann gerissen, so mitgenommen – dieses Gefühl kannte ich seit sehr vielen Jahren nicht mehr. Nun bin ich ein ausgesprochener Musikfreak. Ich höre alles Mögliche: von Dark Wave über Folk bis hin zu Weltmusik und Blues und ich denke, dass ich in meinen Leben schon mehr als 1000 Alben gehört habe, wenn nicht noch viel, viel mehr. Wie gesagt, ich liebe Musik. Aber Nadine hat etwas geschafft, das haben bisher nur ganz wenige Musiker in so einer Wucht vor ihr geschafft: mich im Innersten berührt. Mein Herz mit ihrer Musik vereinnahmt. Ich weiß nicht ob ihr dieses magische Gefühl kennt, wenn man Musik hört und zugleich erkennt: diese Musikerin da muss eine Seelenverwandte sein. Denn die Emotionen, die aus ihren Texten sprechen treffen so tief ins Gefühl. Und das alles ohne Kitsch, ohne Show. Sie steht da einfach nur, spielt Gitarre und singt. Mehr braucht es nicht um so eine Magie zu erzeugen. Das war mir wirklich über viele Jahre fremd geworden, dieses Gefühl. Nadine hat in gewisser Weise meine Liebe zur tief-emotionalen Musik neu entfacht und verstärkt. Und aus diesem Gefühl heraus entstand das Konzept zu „Snowflakes“. Wahrscheinlich hätte es auch so die Idee zu einem Wintersampler gegeben, aber dieser würde jetzt ganz anders ausschauen.

Nun, muss ich auch sagen, dass ich erst bedenken hatte sie zu Fragen ob ich einen Song von ihr für Snowflakes verwenden kann. Immerhin war sie schon dreimal innerhalb eines Jahres in der Dark Feather und ich hatte Sorge, ob das nicht zu viel wird. Aber wenn ich mir jetzt die Tracklist anschaue, dann bin ich froh, dass ich diese Sorge nicht ernst genommen habe. Ihr Song „Am Meer“ verdeutlicht etwas ganz wichtiges: was denkt ein Mensch, der am Ende seines Lebens steht, sozusagen am Meer. Was hinterlässt er? Was für Gedanken schwirren in seinem Kopf? Diese Fragen versucht Nadine in diesem Song auf dem Grund zu gehen. Und das alles ohne Klischees, ohne Phrasen zu dreschen. Den ganzen Gothic-Kapellen empfehle ich sich da mal ein paar Scheiben abzuschneiden. Dieser Text ist ehrlich und direkt. Melancholisch und trotzdem hoffnungsvoll. Bestimmt, aber trotzdem zart. Dieses Zusammenspiel zwischen Melancholie und Hoffnung macht ihre gesamte Musik zu etwas Besonderem. „Blaue Kanten“ zu einer Perle in jedem CD-Regal. Aber genau das kann auch ein Hindernis sein. Denn in den ersten Wochen hatte ich große Schwierigkeiten einen Zugang zu „Blaue Kanten“ zu bekommen. Nicht unbedingt mal musikalisch, sondern eher emotional. Ihre Musik ist keine Musik die man so nebenbei anhört, dann funktioniert diese nicht. Nein, man muss sich ganz bewusst mit dieser sehr emotionalen Musik auseinandersetzen. Und auch damit rechnen, dass einem ehrlich die Tränen kommen, weil ihre Texte so lebensnah sind. Weil sie jeden betreffen können.

Und genau das macht für mich ihre Musik so wertvoll. Ihr ist es nicht wichtig was gerade „in“ auf dem Musikmarkt ist. Da wird in einem beschwingten Funk-Stück auch mal eine längere melancholische Phase eingebaut. Ihre Musik ist unkonventionell, aber nicht ungemütlich. Diese Musik fordert, doch stößt sie einen nicht vor dem Kopf. Man muss sich auf diese Musik einlassen und was ihr dann hört, reißt euch einfach mit. Man muss sich drauf einlassen – und dies ist doch der eigentliche Sinn von guter Musik, oder nicht? Sich auf Stimmungen einzulassen..." (Axel Meßinger, Dark Feather)

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